Donnerstag, 3. Mai 2018

Wer war Francoise Frenkel?




Francoise Frenkel war eine Bücherliebhaberin und Autorin. Sie stammt aus einer polnischen jüdischen Familie. Nachdem sie in Paris Literaturwissenschaft studierte, eröffnete sie 1921 mit ihrem Mann „La Maison du Livre francais“ die erste französische Buchhandlung in Berlin. Doch 1939 flieht sie vor dem Nationalsozialismus, über Paris quer durch Frankreich, bis nach Nizza.

In dem Buch „Nichts, um sein Haupt zu betten“ erzählt die Autorin nach dem Krieg von ihren Jahren in Nazi-Deutschland und ihrer Flucht. Das Buch hat fast die Form eines Tagebuches, in dem die Erlebnisse chronologisch erzählt werden. Dabei werden die Kapiteln in Städtenamen aufgeteilt und es ist möglich der Autorin in ihrer Flucht zu folgen.



Die dramatischen Ereignisse werden in einer neutralen Sprache wiedergegeben, was vielleicht auch an der Übersetzung liegen kann. Francoise Frenkel hat das Buch im September 1945 in der Schweiz veröffentlicht, das durch Zufall wiederentdeckt und nachgedruckt wurde.

Francoise Frenkel erzählt über ihre Erlebnisse sowie Beobachtungen. Sie lernt sehr viele Leute kennen, zum einen die, die für Flüchtlinge ihr Leben riskieren, zum anderen auch die, die sich an den Flüchtlingen bereichern wollen.

Es ist mir ehrlich gesagt etwas schwer gefallen, das Buch in ein Genre einzuordnen, man kann das eigentlich auch als einen autobiografischen Roman betrachten, der auf jeden Fall viel zu bieten hat. 


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