Montag, 28. Mai 2018

Eine Liebe, in Gedanken






Das Buch erzählt die Geschichte von Toni und Edgar im Rückblick.

Nachdem Antonia gestorben ist, bereut ihre Tochter, warum sie ihrer Mutter nicht besser zugehört hat und ihre Liebesgeschichte weitererzählen kann. Sie trifft den Geliebten ihrer Mutter und gibt die Geschichte in ganzen Details wieder. Die Liebesgeschichte von Edgar und Antonia ist sehr berührend und muss enden, obwohl sich beide immer noch lieben.

Die Charaktere sind sehr eindrücklich beschrieben, dass man sich mit ihnen sehr gut identifizieren kann. Antonia ist bereit, alles für ihre Liebe aufzuopfern, doch Edgar auf der anderen Seite, geht mit der Sache vorsichtiger um. Es ist sehr interessant, eine Liebesgeschichte aus der Perspektive dritter Person zu lesen, die gar nicht kitschig oder langweilig erscheint.

Für die originelle Handlung, möchte ich die Autorin loben, denn, ihr gelingt es, eine vielleicht veraltete Liebesgeschichte in interessanter Weise zu repräsentieren, dass sie für Leser im 21. Jahrhundert interessant erscheint.

Das Buch ist absolut zu empfehlen, wenn ihr euch nach einer sachlichen Liebesgeschichte sehnt, in dem könnt ihr euch versinken.

Freitag, 18. Mai 2018

The Confidence Code







Ins Deutsche übersetzt heißt das Buch „Das neue Selbstbewusstsein: Was Frauen zum Erfolg führt“, klingt interessant, denn wir alle wissen, dass Selbstbewusstsein in allen Bereichen des Lebens von großem Vorteil ist. Die Journalistinnen Katty Kay und Claire Shipman machen uns deutlich, dass Frauen nicht selbstbewusst genug sind, während Männer es in großen Maßen haben.

In diesem gut recherchierten Buch erklären uns die Autorinnen die Gründe warum Frauen weniger selbstbewusst sind: Eins der Gründe ist Perfektionismus. Frauen tendieren eher dazu sich für einen Job zu bewerben, wenn sie alle Anforderungen erfüllen, während Männer sich bewerben, wenn sie nur ein paar Anforderungen erfüllen. Männer machen sich auch weniger Vorwürfe, wenn ihnen was nicht gelingt, was bei den Frauen umgekehrt ist.

Ich bin ein großer Fan von Motivationsratgeber und würde am liebsten alle Bücher lesen, die was zum Thema Motivation zu sagen haben.


Da ich Studentin der Geisteswissenschaften bin, wird mir immer wieder gesagt, dass ich irgendwann als Taxifahrer enden werde, aber eines Tages hat mir eine gute Freundin gesagt: „Es ist nicht wichtig, was du studierst, wichtig ist, was du daraus machst.“ Diese Worte haben mein Leben geprägt und seitdem traue ich mir auch mehr zu. Es kommt wirklich darauf an, wie man sich selbst, auf gut deutsch „vermarktet“ und dazu braucht man Selbstbewusstsein. Es gibt sicherlich auch Leute, die was „besseres“ studiert haben, aber trotzdem keine Arbeitsstellen finden, weil sie weniger mutig sind. Ich bin dafür, dass sich Frauen gegenseitig unterstützen sollten, anstatt rumzuzicken oder neidisch zu sein. Wir werden sowieso genug von der männerdominierten Gesellschaft unter Leistungsdruck gesetzt und können eigentlich nur gewinnen, wenn wir und gegenseitig unterstützen.

Donnerstag, 3. Mai 2018

Wer war Francoise Frenkel?




Francoise Frenkel war eine Bücherliebhaberin und Autorin. Sie stammt aus einer polnischen jüdischen Familie. Nachdem sie in Paris Literaturwissenschaft studierte, eröffnete sie 1921 mit ihrem Mann „La Maison du Livre francais“ die erste französische Buchhandlung in Berlin. Doch 1939 flieht sie vor dem Nationalsozialismus, über Paris quer durch Frankreich, bis nach Nizza.

In dem Buch „Nichts, um sein Haupt zu betten“ erzählt die Autorin nach dem Krieg von ihren Jahren in Nazi-Deutschland und ihrer Flucht. Das Buch hat fast die Form eines Tagebuches, in dem die Erlebnisse chronologisch erzählt werden. Dabei werden die Kapiteln in Städtenamen aufgeteilt und es ist möglich der Autorin in ihrer Flucht zu folgen.



Die dramatischen Ereignisse werden in einer neutralen Sprache wiedergegeben, was vielleicht auch an der Übersetzung liegen kann. Francoise Frenkel hat das Buch im September 1945 in der Schweiz veröffentlicht, das durch Zufall wiederentdeckt und nachgedruckt wurde.

Francoise Frenkel erzählt über ihre Erlebnisse sowie Beobachtungen. Sie lernt sehr viele Leute kennen, zum einen die, die für Flüchtlinge ihr Leben riskieren, zum anderen auch die, die sich an den Flüchtlingen bereichern wollen.

Es ist mir ehrlich gesagt etwas schwer gefallen, das Buch in ein Genre einzuordnen, man kann das eigentlich auch als einen autobiografischen Roman betrachten, der auf jeden Fall viel zu bieten hat. 


Thomas der Schwindler

Jean Cocteau war ein französischer Schriftsteller und Maler. Ich habe Anfang des Jahres seine Antigone-Version gelesen, die sich durch ...